Auf ins große Abenteuer

Eine langjährige, sehr gute Freundin feiert ihren 51ten Geburtstag und nachdem das sozusagen die 50er Geburtstagsfeier ist (nur halt mit einem Jahr Verzögerung) musste ein ordentliches Geschenk her.

Was schenkt man in dem Alter am besten – Zeit – gemeinsame Zeit. Und nachdem wir schon immer mal nach Krumau an die Moldau zum rafting wollten und auch sie das mal gerne machen möchte, bietet es sich an, ihr genau das zu schenken

Diese hübsche Geschenkschachtel war ursprünglich eine Thorlabs-Labsnacksschachtel. Auf der steht sogar, dass man sie weiter verwenden soll, nur war mir die dann doch nicht hübsch genug 😉

Das Boot ist aus einem Ton, der an der Luft trocknet, mit Acrylfarben angemalt. Die Ruder erkennt man eventuell – ja es sind Stäbchen vom Asiaten (wir geben immer an, wir wollen/brauchen keine, wenn wir bestellen und bekommen dann doch welche. Die eigenen sich gut als Bastelmaterial)

Das ist dann das Endergebnis:

Fürst-Pückler-Torte aus dem Burgenland

Meine liebe Schwiegermutter hatte Geburtstag, den 85ten! Das war die perfekte Gelegenheit endlich eine Torte aus dem Buch „Kuchen & Torten von den Burgenländischen Hochzeitsbäckerinnen“ zu backen. Das Buch hab ich schon sehr lange zuhause. Erstanden im Andenkenladen des von mir so sehr geliebten Schloss Halbturn.

Meine Wahl fiel auf die Fürst-Pückler-Torte von Karin Losert

Sie besteht aus einem hellen Nussteig und einem dunklen Nussteig, dazwischen eine Buttercreme mit Weichselsaft aromatisiert und mit Weichseln verfeinert. Abgerundet durch eine Schokoladenglasur.
Das Rezept hab ich etwas im Zucker gekürzt – war noch genug und mit einer Sacherglasur aus Schlagobers, Honig & Schokolade überzogen statt der Schokoladen/Fettglasur.

Zutaten heller Teig

4 Eier
50 g Kristallzucker
1 Pkg. Vanillezucker
50 g Weizenmehl
1 TL Backpulver
100 g Mandeln

Zutaten heller Teig

4 Eier
50 g Kristallzucker
1 Pkg. Vanillezucker
30 g Weizenmehl
1 TL Backpulver
70mg Schokolade gerieben
50 g Mandeln

Zutaten Creme

200 g Butter
100-150 g Staubzucker (nach Geschmack, aber nicht zu wenig)
1 Pkg. Vanillezucker
2 EL Weichselsaft
3 EL Weichseln

Für die Deko hab ich noch etwas weiße Couverture geschmolzen und mit Esspapierblüten verziert.

ein Koffer für einen Weltreisenden

Wenn ein besonderer Mensch seinen Pensionsantritt feiert, freuen sich alle, die mitfeiern dürfen. Ein Gutschein für „weltweit wandern“ war der Wunsch des baldigen Pensionärs, denn nun ist Zeit dafür. Nur wie überreicht man einen Gutschein? Ein bissl mehr muss schon her 😉

Am Anfang stand der Schuhkarton … doch was ist daraus dann entstanden?

Ganz klar: Reisende brauchen einen Koffer!

und bis dato war zwischendurch nur Zeit für eine Wanderung auf die „Berge“, die Linz einrahmen wie der Pöstlingberg, der Pfenningberg, der Römerberg, …

Die Lasche bietet genug Platz für den Gutschein und eine Glückwunschkarte und mit dem Klettverschluss können die auch nicht hinaus rutschen:

Bei den Details hat der Junior beraterisch und bei der Bank auch tatkräftig unterstützt: ein Eichkatzerl muss sein – die beobachten wir auch so gerne, wie sie von Baum zu Baum springen – eine Feuerstelle für den ehemaligen Pfadfinder, der immer vollstes Verständnis für mein Engagement im Kochteam hatte, ein Bankerl für die Rast und ein paar Schwammerl für den Farbtupfer (gut, dass Silvester noch gar nicht so lang her ist und die noch herum lagen)

Bleibt uns nur mehr viel Spaß bei den nächsten Reisen zu wünschen!

Amuse-bouche: Silvester

Heute auf den Löffeln/Gläsern: Polenta Herrenpilz Canapé, Rote-Bete-Salat auf Ruccola, Ziegenkäse auf Birnen

Polenta Herrenpilz Canapé:

Diese bestehen aus 3 Teilen, der Plentataler, ein Herrenpilzragout und karamelisierte Zwiebel.

Für die Polentataler habe ich mein übliches Rezept gemacht – gelingsicher und ergibt eine schöne Masse, die man gut aufstreichen und dann schneiden oder wie hier ausstechen kann:
1/2 l Wasser
1/2 l Milch
Salz
Muskatnuss
1 TL Butter
250 g Polenta
100 g geriebener Parmesan
Das Wasser und die Milch mit Salz und Butter in einem weiten Topf aufkochen.
Polenta einstreuen und 10 min unter Rühren quellen lassen.
Parmesan unterheben und bei geringer Hitze 30 min quellen lassen.
Dann in eine Auflaufform 3 cm hoch streichen und auskühlen lassen. Bis hier her, kann man das gut vorbereiten, gerne auch schon am Vortag und die Polenta als Beilage verzehren.
Mit dem Ausstecher Scheiben ausstechen und in Butterschmalz ausbacken – das muss dann kurz vor dem Servieren geschehen.

Das Herrenpilzragout kann man mit jedem beliebigen Pilz machen, in meinem Fall – weil keine Pilzsaison – hab ich getrocknete Herrenpilze genommen
Die müssen dann vorher eingeweicht werden.
ansonsten braucht man
Zwiebel (ein halbe kleine oder noch besser eine kleine Schalotte)
gehackten Knoblauch
Olivenöl
Balsamico Essig
Rosmarin
Petersilie und
Salz und Pfeffer

Die Pilze klein schneiden, die Zwiebel ebenfalls kleinwürfelig schneiden und zusammen mit dem Knoblauch im Olivenöl anbraten. Mit Essig ablöschen abschmecken mit Rosmarin, Petersilie, Salz und Pfeffer. Beiseite stellen bis zum Einsatz.

Für die karamelisierten Zwiebel Zwiebel in Olivenöl andünsten bis sie braun sind (nicht zu heiß, sonst verbrennen sie. Das kann schon bis zu 30 min dauern), mit Essig ablöschen, Agavensirup hinzufügen, noch ein wenig einkochen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Rote-Bete Salat auf Ruccola:

2 Rote Bete
60 g Champignons
50 g Rucola
0.5 Bund Petersilie
40 g Pinienkerne
2 EL Olivenöl
1 EL Balsamico
0.5 TL Senf
Pfeffer
Salz
50 g Parmesan
Ich kaufe die Rote Bete fertig und kann sie gleich in kleine Würfel schneiden. Die Champignons putzen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden. Diese können entweder roh verwendet werden oder man präferiert es so wie ich und dünstet die vorher an. Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Rote Bete und Champignons mit Petersilie bestreuen und mit Olivenöl, Balsamico, Senf, Pfeffer und Salz abschmecken. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl unter Rühren goldbraun rösten. Rucola waschen und klein schneiden und in Gläser verteilen. Den rote Betet Salat drauf platzieren, den Parmesan darüber hobeln und mit den Pinienkernen toppen.

Ziegenkäse auf Honig-Veltliner-Birnen

für die Birnen eigenen sich am besten eine feste nicht zu reife Sorte. Diese kleinwürfelig schneiden. Den Honig karamelisieren lassen, mit grünem Veltliner (oder Riesling – ein trockener Weißwein halt) ablöschen und die Birnenstücke drinnen garen.

Eine Ziegenkäserolle in Scheiben schneiden, kleine Stückchen ausstechen und auf den Birnen platzieren. Mit gehackten Wal- oder Pekanüssen bestreuen.

Und auch der Junior fängt schon an, sich künstlerisch in der Küche zu betätigen:

Hierzu haben wir mit dunkler Couverture mithilfe eines Luftballons eine Schüssel gemacht. Darin finden sich diverse Früchte, überzogen mit Vollmilchcouverture und verziehrt mit weißer Schokolade.
ACHTUNG! Das mit den Luftballons und der Couverture ist nicht ganz so einfach, wie es auf Instagram und Co aussieht – wir und die Küche können ein Lied davon singen.

Birnen-Karamell Torte

Zu Weihnachten sollte es eine Torte sein mit Nussteig, aber wie immer in letzter Zeit mit fruchtiger Komponente. Fündig geworden bin ich bei Maren Lubbe und die war so perfekt für mich, dass ich sie gar nicht angepasst bzw. aus verschiedenen Torten zusammengestellt habe.

Die saure Komponente ist in diesem Fall ein Cranberry-Kompott:
Dazu 130 g frische Cranberries in 50 ml Orangensaft weich kochen, mit 50 g Zucker und 0,5 TL Vanille solange weiter kochen, bis ihr ein Kompott oder eher ein Gelee habt. Das muss dann abkühlen.

Gefüllt wird die Torte mit einer Karamellcreme. Dazu zuerst eine Salzkaramellcreme vorbereitet.
1 Eigelb
7 g Zucker und
10 g Stärkemehl in einer Schüssel verrühren.
1 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
45 g Zucker in einem Topf karamellisieren lassen
125 g Vollmilch in einem zusätzlichen Topf erwärmen und den karamellisierten Zucker damit ablöschen.
Nun so lange rühren, bis sich das Karamell vollständig aufgelöst hat.
Anschließend die Karamellmilch über die Ei/Zucker/Stärkemischung gießen und gut rühren. Dazu braucht ihr den 3ten! Topf. So lange kochen, bis die Masse eindickt.
Nun kommt noch die Gelatine und
75 g gesalzene Butter (oder ihr nehmt normale Butter und gebt eine Prise Salz dazu)
dazu. Die Salzkaramellcreme muss nun abkühlen und wandert dann in den Kühlschrank.

Nun wird es an der Zeit, dass wir uns den Birnen widmen:
Aus 170 g kleinen Birnenwürfeln, dem Saft einer halben Zitrone, 50 g Zucker und 100 ml Weißwein (oder Wasser) und etwas Vanille ein Kompott kochen. Die Birnenwürfel sollten noch formstabil bleiben. Die Flüssigkeit abseihen und die Birnenwürfel abkühlen lassen.

Der Boden besteht aus einem Nussrührteig:
dafür benötigt ihr
3 Eier
1 Priese Salz
100 g Zucker
75 g Mehl
1 TL Weinsteinbackpulver
35 g gemahlene Nüsse
30 g gebräunte Butter
Die Butter in einem kleinen Topf bräunen und abkühlen lassen. Eier trennen, das Eiklar mit dem Zucker un ddem Salz zu Schnee schlagen und die Dotter unterziehen. Backpulver, Mehl und Nüsse schnell unterheben und die Butter am Ende unterziehen.
Ein Tip von Maren: dass ich da selbst noch nicht drauf gekommen bin. Ich vertrage Walnüsse nicht so gut, den Boden kann man auch mit Pekanüssen zubereiten.
Bei 180 Grad Ober-/Unterhitze ca. 25 min. backen.

Bis hier hin, können Teile oder alles am Vortag vorbereitet werden. Die Karamellcreme muss bis kurz vor der Fertigstellung warten.

Die Karamellcreme besteht aus:
150 ml Schlagobers
1 TL Vanillezucker &
die Salzkaramellcreme von oben
Zubereitet ist sie dann schnell. Schlagobers mit Vanillezucker aufschlagen, Salzkaramellcreme ebenfalls aufschlagen und das Schlagobers unterziehen

Nun den Tortenboden zwei mal durchschneiden. 100 g der Karamellcreme mit den Birnen vermengen.
Eine dünne Schicht der Karamellcreme auf den ersten Tortenboden streichen und einen Ring aufspritzen. Darin das Cranberrygelee verteilen. Tortenboden drauf legen, die Birnencreme aufstreichen, den zweiten Tortenboden drauf legen und nun die gesamte Torte bestreichen.

Ich habe noch mit 300 g Marzipan und 75 g Staubzucker eine Marzipandecke gemacht und die Torte damit gedeckt. Ein paar Verzierungen und fertig ist das gute Stück!

Ich gebe zu, die ist ein bissl Arbeit, aber es zahlt sich definitiv aus.

Kleinigkeiten für’s Weihnachtsessen

Bei uns ist es Tradition am 24. 12. am Abend kalt zu essen. Fixstarter ist ein Roastbeef mit Sauce Tatar und eine selbst gezauberte Gemüse Mayonnaise. Dazu Schinken, Käse und Brot. Ausserdem gibt es dann noch ein paar Extras dazu. Heuer Italien Sushi, gefüllte Eier – OK, die sind inzwischen auch Fixstarter – Entenleber gebraten mit Honig-Veltliner-Äpfel und Garnelen auf Erbsenpüree.

Fangen wir mit den gefüllten Eiern an:

Die sind kein Hexenwerk. Eier hart kochen, schälen und halbieren. Klein geschnittene Zwiebel, Kapern, Essiggurken mit selbst gemachter Mayonnaise und dem Gelben vom Ei in einer Schüssel verrühren und wieder in die Eier füllen. Hübsch garnieren und schon sind sie fertig. Als Bett eignet sich gut ein bissl Salat. Den aber erst kurz vor dem Servieren mit einem Dressing beträufeln.

Italien Sushi:

Sushi deshalb, weil sie aufgerollt werden – man könnte auch Roulade sagen.
Parmaschinken auf einer Frischhaltefolie auflegen, mit Rucola belegen, klein geschnittene getrocknete Tomaten drauf verteilen, einen Buratta zerkleinern und dann mit Balsamicoglacé, Salz und Pfeffer würzen. So eng wie möglich aufrollen und kühl stellen.
Kurz vor dem Servieren aufschneiden.
Mit am Bild sind Capresespieße – dazu Cocktailtomaten halbieren, mit einem halben Minimozarellabällchen belegen, Basilikum drüber streuen und mit Balsamico, Salz und Pfeffer würzen. Für den Zusammenhalt sorgen Zahnstocher.

Garnelen auf Erbsenpüree

Das Erbsenpüree kann gut vorbereitet werden:
50 g grüne Erbsen
½ Vanilleschote
1 EL Butter
1 EL Milch
Meersalz, Pfeffer aus der Mühle
Die Erbsen in der Butter dünsten, abkühlen lassen und mit der ausgekratzten Vanille und Milch pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen – fertig

Garnelen
6 getrocknete Pflaumen
6 Scheiben Bauchspeck
6 Riesengarnelen, geschält
6 Zahnstocher
Die Pflaumen eng an eine Garnele drücken und mit einer Speckscheibe umwickeln. Mit je einem Zahnstocher fixieren. 
In einer beschichteten Pfanne ohne Öl braten – einfacher ist wegen der Form sicher grillen.

Dann fehlen „nur“ mehr die gebratene Entenleber auf Honig-Veltliner-Apfel

Die Entenleber haben wir als Draufgabe auf eine Ente bekommen und eingefroren, bis sie zum Einsatz kam.
Diese wurde nun einfach mit ein wenig Öl gebraten und dann mit Salz und Pfeffer gewürzt.

Für die Honig-Veltliner-Äpfel braucht man:
1 Stk Äpfel
1 EL Honig
30 ml trockenen Weißwein – ich nehm hier halt gerne Grünen Veltliner
Die Äpfel kleinwürfelig schneiden. Im Original werden die auch geschält – das spar ich mir, die Haut ergibt eine hübsche Farbkomponente. In einer Pfanne Honig karamellisieren und die Äpfel beigeben. Mit dem Wein ablöschen und weich dünsten.

Schneeflöckchen Weißröckchen

So eine Schneeflocke ist doch so richtig winterlich/weihnachtlich. Nur leider nicht so recht ins Wohnzimmer zu bringen. Außer natürlich, sie ist aus Stoff!

Ich habe diese in einem Katalog gesehen nur leider zu spät. Viele andere fanden das wohl genauso hübsch wie ich und haben sie bestellt. AUSVERKAUFT!
Die einzige Kaufalternative wäre das große „A“ gewesen. Mit unverschämt niedrigen Preisen und eindeutig KI generierten Bildern mit europäisierten Asiatinnen, die diese Polster in Händen hielten.

Also blieb mir nichts anderes übrig, als selbst zur Nähschere und zur Nähmaschine zu greifen und zwei solche Schönheiten zu nähen.

In Etsy bin ich fündig geworden und habe mir ein Schnittmuster zugelegt (wer ein bissl geschickt ist, kann das natürlich auch selbst zeichnen). Dann ab in die Stadt zum alteingesessenen Stoffgeschäft in Linz, dem Baumgartner um den perfekten Stoff für so eine Schneeflocke. Reißverschlüsse und Füllmaterial hatte ich zuhause.

Ich finde, die Arbeit hat sich durchaus gelohnt! Sie sind recht kuschelig geworden und werden noch den ganzen Winter unser Sofa zieren.

Amuse bouche: die Erstlingswerke

Ich war auf der Back- und Kreativmesse in Wels und hab mich an den ganzen Kunstwerken, die dort vor allem in einem Buch zu finden waren kaum satt sehen können. Nur wann essen wir solche süßen Kunstwerke? Da bin ich auf die Idee gekommen, es gibt ja auch Kunstwerke die zum Aperitiv verspeist werden!

Also gleich bei der nächsten Einladung hab ich losgelegt:

Tomaten mit Frischkäse

Nockerl aus Frühlingszwiebel, Topfen und Frischkäse mit einem Hauch Zitrone werden auf einen einfachen Salat aus Tomaten mit Schalotten und Balsamicodressing gesetzt und mit Kaviar dekoriert.

Knusprige Parmesanröllchen mit Lachs

Aus Parmesanhäufchen werden im Ofen formbare Kreise, wenn sie ausgekühlt sind, mit Rucola, Graved Lachs und einem Dillsenf gefüllt.

Jakobsmuschel-Saltimbocca

dazu werden Jakobsmuscheln und ein Blatt Salbei mit Pancetta oder so wie hier mit Prosciutto umwickelt und auf ein Bett mit Erbsenpüree gebettet. Verfeinert mit Vanille gibt das ein hervorragendes Aroma.

Auch wenn die Einzelkomponenten sehr einfach sind und ruck zuck fertig, hab ich doch länger als gedacht in der Küche verbracht. Aber wie man an späteren Einträgen sehen wird, war es nicht das letzte Mal.

Spekulatiustorte mit Mascarponecreme

Nachdem mein Liebster ganz gerne Torten/Kuchen mag mit einer sauren Komponente, habe ich mit dieser Torte genau das Richtige für ihn gefunden.

Der saftige Haselnussboden mit Spekulatiousgewürz und Schokodrops ist zwar kein Diätkuchen, aber passt herrlich zur Mascarponecreme und dem säuerlichen Plaumenkompott.

Auf der Suche bin ich auf der Seite von Tinas Küchenzauber fündig geworden.

Der Boden besteht aus:

4 Eiern
200g Zucker
200ml Milch
200ml neutrales Öl
200g Mehl
200g gemahlene Haselnüsse
2 TL Backpulver
1 Pck. Spekulatiusgewürz
200g Zartbitter Schokolinsen

Die Eier mit dem Zucker gut cremig aufschlagen. Das Mehl mit Backpulver, Spekulatiusgewürz und den gemahlenen Haselnüssen vermengen und kurz gemeinsam mit der Milch und dem Öl unterheben. Am Schluss die Schokolinsen unterheben. Die Masse in die Backform füllen und für 40-45 Minuten bei Ober-/Unterhitze bei 180 Grad backen. Für die weitere Verarbeitung soll der Boden vollständig auskühgekühl sein.

Dann geht es ans Pflaumenkompott. Dazu braucht man:

500g Pflaumen
50g Zucker
3-4 EL Wasser
2 Zimtstangen
2 EL Speisestärke

Die Pflaumen klein schneiden und mit ein klein wenig Wasser, dem Zucker und den Zimtstangen gut einkochen, bis ihr die Konsitenz eines Kompottes habt. Danach die Zimtstangen rausnehmen und die mit Wasser angerührte Speisestärke einrühren. Das Kompott noch so ca. 1-2 Minuten köcheln lassen, bis die Speisestärke das Kompott gut angedickt hat.

Während das Kompott auskühlt könnt ihr schon die Creme vorbereiten:

250g Quark
500g Mascarpone
400ml Sahne
4 Pck. Sahnesteif
180g Zucker
1 TL Vanillextrakt

Einfach alle Zutaten zusammenrühren und kalt stellen, bis die Creme vonnöten ist.

Wenn alles gut kühl ist, die Torte komplettieren und für 6 Stunden – wie immer besser über Nacht – in den Kühlschrank. Kurz vor dem Servieren gibt ein wenig Zimt oder in meinem Fall ein Karamellvanille über die Torte gestreut noch ein feines Aroma.

Dagoberts Geldspeicher

Der Junior ist gerade großer LTB (Lustiges Taschenbuch) Fan. Gott sei Dank gibt es die auch in der Bibliothek, weil das sonst schon ganz schön ins Geld gehen würde. Aber was für eine Torte wünscht sich nun so ein LTB Fan? Den Geldspeicher von Dagobert Duck. Also hab ich mir ein LTB geschnappt und gebacken.

Im Inneren versteckt sich ein Schokoboden, den ich bei „Mann backt“ entlehnt habe mit Schokobuttercreme von Ofenkiefer und einer fruchtigen Komponente von Oetker.

für den Schokoladekuchen braucht ihr
8 Eier
300g Zucker
85g dunkles, umgesüßtes Kakaopulver
150g Mehl
125g Butter
2Pkg Vanillezucker

Zucker, Vanillezucker und Eiweiss seidig, matt glänzend aufschlagen
Langsam die Eigelb dazu geben und weiter kräftig schlagen
Währenddessen die 125g Butter schmelzen und leicht auskühlen lassen
Dunklen, ungesüßten Kakao mit Mehl vermengen und auf die Eiermasse sieben und von Hand unterheben
Nun von Hand unter vorsichtigem Rühren die flüssige Butter unter den Teig ziehen (Anmerkung: Hier geht die Masse minimal zusammen, das soll/darf so sein!)
Den Teig habe ich am Blech gebacken mit einem rechteckigen Rahmen und alles bei 180°C Ober-/Unterhitze gebacken

Während der Boden im Rohr ist gleich den Sauerkirschpudding zubereiten:

Sauerkirschenpudding
350 g abgetropfte Kompottsauerkirschen
1 Pck. Dr. Oetker Original Pudding Vanille-Geschmack
etwa 130 ml Kompottsaft


Kompottsaft mit Puddingpulver unter Rühren zu einem Pudding kochen. Die Kirschen in den heißen Pudding einrühren und auf die Seite stellen.

Den Boden in Quadrate schneiden (es macht Sinn, sich vorher Gedanken zu machen, wie groß die Torte werden soll – in meinem Fall war die Grundfläche 13 x 13 cm) und den Pudding auf den Bodenstücken verteilen. Ein Stück bleibt als Deckel ohne Pudding. ACHTUNG: nicht bis an den Rand streichen, da muss die Buttercreme eine Barriere zum Fandant bilden, sonst löst sich der an den Stellen auf. Gut auskühlen lassen.

Inzwischen die Buttercreme zubereiten

Schokoladenbuttercreme
400 g Zartbitterschokolade
300 ml Sahne
200 g weiche Butter
150 g Puderzucker nach Geschmack
nach Belieben Vanille
6 EL Kakaopulver
nach Belieben Milch

Die Schokolade hacken und das Schlagobers aufkochen. Gleich über die Schokolade gießen und ein paar Minuten stehen lassen. Dann mit einem Schneebesen von innen nach außen verrühren. Die Ganache muss nun abkühlen. Das dauert so 20 – 30 min.
Die Butter mit dem Zucker, Kakao und etwas Vanille zunächst auf langsamer Stufe verrühren, dann cremig aufschlagen.
Die Ganache löffelweise dazu geben. Die Creme muss noch einige Minuten aufgeschlagen werden, bis sie hell und luftig ist.
Tipp von Ofenkiefer: „Lässt sich die Buttercreme nicht aufschlagen, ist die Creme noch zu warm. Dann sollte man sie eine Weile kühl stellen. Ist die Buttercreme durch zu lange Kühlung zu fest, kann sie gerinnen. Dann einfach kurz in der Mikrowelle oder über dem Wasserbad erwärmen. Die perfekte Temperatur für Buttercreme ist immer Zimmertemperatur!“

Nun geht es an den Zusammenbau. Ich habe aus Karton einen „Tortenring“ gebastelt und mit Alufolie ausgekleidet, wenn ein dementsprechender Tortenring im Haushalt vorhanden ist, spart man sich die Bastelarbeit.

Den ersten Boden in den Ring legen und mit Buttercreme füllen, den nächsten Boden darauf, mit Buttercreme füllen etc. Bis zu letzt der Deckel drauf kommt und ebenfalls mit Buttercreme bestrichen wird. ACHTUNG: nicht alles verbrauchen, die Seiten müssen auch noch bestrichen werden. Dann muss das gute Stück am besten über Nacht in den Kühlschrank.

Für die Fertigstellung den Ring entfernen, die Torte mit der restlichen Buttercreme (vorher wieder auf Zimmertemperatur bringen, dann lässt sie sich besser verarbeiten) bestreichen und nochmals in den Kühlschrank.

Dann kann mit Fandant das gute Stück verziert werden. In der Kuppel ist ebenfalls Kuchenteig, die könnte man aber auch mit Rice-crispies machen.

Ein Anschnittfoto hab ich wieder mal vergessen.