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DIY Camera Cage

Hallo, ich der DiyDonkey präsentiere euch hier stolz mein erstes Projekt im TwoBears-Universum.
Hier bei TwoBearsProduction werden ja öfter mal Videos gedreht – und das soll in naher Zukunft auch verstärkt werden. Zu diesem Zweck haben die Bärenbrüder urgiert, dass sie gerne mal einen “Camera Cage” für DSLRs bzw. für die GH3 hätten, und dass ich doch mal sowas bauen könnte.

Was ist jetzt so ein Camera Cage (oder Kamerakäfig) eigentlich?

Wenn man mit DSLRs oder ähnlichen Kameras aus der Hand filmt dann merkt man schnell, dass die Dinger dafür nicht wirklich gebaut sind und für diesen Zweck recht schlecht in der Hand liegen. Darum wird oft um die Kamera eine Art Gehäuse gebaut, das man besser nehmen kann, und an das man auch Zubehör (Leuchten, Monitor, Akkus,…) anbringen kann. Die Lösungen im Handel fangen da so bei ca. € 100,- an und der Preis ist wie üblich nach oben offen. Ihr könnt ja mal nach “Camera Cage” googeln.
Mir schwebte aber ein Eigenbau vor, der stabil und vielseitig sein sollte und jederzeit einfach umgebaut werden kann. Ich gehe davon aus, dass die erste Version noch nicht perfekt ist – aber das Ding soll mit der Zeit für mich immer perfekter werden, wenn ich es wirklich einsetze. Wenn ich allerdings draufkomme, dass ich sowas überhaupt nicht einsetze, dann möchte ich es zerlegen, und was anderes aus den Teilen bauen können.
Sogenannte Alu-Systemprofile bieten da gute Voraussetzungen – man kann damit recht vielseitige Dinge bauen und sie jederzeit umbauen, adaptieren, erweitern,… klingt perfekt für diesen Zweck!

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Gesagt – getan. Ich hab mir also ein paar Aluprofile bestellt – die sind zum Basteln von solchen Dingen sehr gut und sehr vielseitig einsetzbar – und Ihr werdet hier in Zukunft noch einiges finden, was ich aus diesen Profilen bauen werde (ich hab noch einige Pläne). Meine Wahl fiel hier auf die Baureihe 5 – die haben einen Querschnitt von 20×20 mm – sind also eher zierlich – für diese Zwecke reichen sie aber allemal. Zusätzlich habe mich mir auch noch einige verschiedene Verbindungselemente dazu bestellt.
Achja – ich hab die Profile schwarz genommen – es gibt sie auch in Silber. Da sind sie sogar etwas günstiger – aber ich wollte mal die schwarzen ausprobieren.
Die Profile kamen in einer Länge von 2 m – das ist natürlich viel zu lange – ich brauchte Stücke mit 20 cm Länge – also erst mal absägen. Mit der Hand? – geht zwar, aber man wird eher alt und es fallen einem bald die Arme ab. Ich hab dazu eine elektrische Gehrungssäge verwendet.

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Ja, mit der kann man tatsächlich Aluminium schneiden! Geht ratz fatz! Und wird ziemlich schön (ich fürchte allerdings, dass ich dafür bald ein neues besseres Sägeblatt brauche – das derzeitige Sägeblatt hat bei den Schnitten schon 2 Zähne verloren). Hier erst mal die geschnittenen Profile.

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Wie ihr seht hab ich auch ein paar abgerundete Profile verwendet – ich dachte, dass die besser in der Hand liegen und wollte sie für die Griffstangen nehmen – das ist aber nicht wirklich nötig.
Für die Verbindungssätze muss man dann in die Profile M4 Gewinde schneiden. Die Löcher in der richtigen Größe sind ja praktischerweise schon da.

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Zum Befestigen der Kamera habe ich mir ein Grundplatte aus einem Alu-Reststück gemacht.

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Dann geht es an den Zusammenbau. Zuerst der Würfel – an den Ecken sind die Verbindungssätze verbaut.

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Dann kommen noch 2 Profile unten, die die Grundplatte tragen und dann noch 2 Profile an den Seiten und eines oben – an denen kann man das ganze Konstrukt dann bei der Aufnahme halten. Diese Profile werden mit Winkelsätzen befestigt. Und so sieht das Ding aus, wenn es fertig ist.

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Durch das Loch in der Grundplatte wird die Kamera mit einer 1/4-Zoll Schraube befestigt.

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Hier das ganze fertige Ding mit Kamera und stolzem Erbauer. Bei den Verbindungs- und Winkelsätzen sind noch schwarze Plastikabdeckungen dabei. Die habe ich aber noch nicht montiert, weil die dann die Schrauben verdecken und ich derzeit noch einiges daran herumbastle.
Das ganze Ding hat so wie es da steht ziemlich genau 2 kg – ist ganz schön was! Aber mit ein wenig Hanteltraining, kann man es schon eine Zeit in der Hand halten.
An Material habe ich dafür verwendet:

  • Profil 5 20 x20 mm schwarz 0,48 kg/m 4,50 €/m – 13 Stk. x 200 mm
  • Verbindungssatz 5 20x20x20 mm 2,78 €/Satz – 8 Stk.
  • Winkelsatz 5 20×20 ZN 2,21 €/Satz – 10 Stk.
  • Alublech für Grundplatte + 4 Stk. Senkkopfschrauben + 4 Stk. Nutensteine (vorhanden)
  • 1/4-Zoll Schraube (zum Anbringen der Kamera – vorhanden)

Das gibt eine Gesamtsumme von ca. € 56,04- (ohne Versandkosten,…..)

Fazit:

Vorerst bin ich ganz zufrieden mit meinem Werk. Es ist etwas groß und massiv geworden – aber das finde ich persönlich nicht so schlecht. Ich werde es in nächster Zeit mal ausgiebig im Einsatz testen und dann schauen, was ich verändern und erweitern muss. Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.

lg
Euer DiyDonkey

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